Von Sternenkriegern und Filmemachern
Es gibt Filme, auf die ich mich freue, und es gibt Filme, die ich meide. Zu letzteren hätte eigentlich der neue Star Wars Streifen mit dem vielsagenden Titel “Episode II” gehören sollen. Aber da ich Vierundzwanzigstunden-Todesverächter bin, habe ich mich in die heiligen Hallen des Cinemaxx begeben und mir für viel Geld den neuen Sternenkrieg angetan.
Das war ein Fehler. Was sich Meister Lucas bei den Fortsetzungen - bzw. Prequels - seiner “Krieg der Sterne”-Saga gedacht hat, weiß ich nicht, aber ganz nüchtern kann er beim Schreiben der Drehbücher nicht gewesen sein. Man sagt ja, dass Menschen im hohen Alter wieder jünger werden bis sie sich letztlich wie kleine Kinder verhalten. Wie alt ist Herr Lucas doch gleich?
Während in Episode I ein kleiner Junge zum Helden hochgejubelt wird und hölzern durch die sinnlosen Special-Effect-Szenen irrt, soll eben dieser Junge in Episode II zu einem jungen Mann geworden sein. So war es zumindest beabsichtig. Die schauspielerische Leistung aller “Krieg der Sterne”-Darsteller - sehen wir mal vom jungen Harrison Ford in der alten und Natalie Portman in der neuen Trilogie ab - könnte man als atemberaubend eintönig, unspektakulär und nicht weiter erwähnenswert beschreiben. Auch das Wort “grottenschlecht” beschreibt die vermeintlichen Leistungen treffend.
Die großen Zahlen auf dem Bankkonto, das viele Lob, die Auszeichnungen der vergangenen Jahrzehnte haben es scheinbar schwierig gemacht, den eigenen und fremden Ansprüchen gerecht zu werden.
